25. Januar 2017

Liebe Leser und Leserinnen,

Bescher Maxmein Name ist Max Bescher und im Rahmen meines Studiums an der Technischen Hochschule Bingen absolviere ich bei der ADAMA Deutschland GmbH mein Praxissemester. Ich beschäftige mich im Rahmen meiner Bachelorarbeit mit dem Nutzen und den Anforderungen an eine Spritz-Wetter-App. Im Rahmen dessen habe ich im Dezember 2016 für Adama eine Online-Umfrage zum Thema Internetnutzung in der Landwirtschaft durchgeführt. Die wesentlichen Ergebnisse möchte ich gerne vorstellen:

 

Der Aufgabenbereich eines Landwirtes umfasst eine Vielzahl von komplexen Themengebieten. Ein Füllhorn an Informationen und Neuigkeiten steht zu jedem Bereich auf allen Kommunikationskanälen bereit. Schon im August 2013 wollten wir von unseren Landwirten wissen, über welchen Weg sich unsere Kunden am häufigsten informieren. Ob sich an den damaligen Tendenzen etwas geändert hat, sollte im Dezember 2016 mit einer ähnlichen Onlineumfrage herausgefunden werden. An unserer aktuellen Umfrage, zu der wir per Mail einluden, beteiligten sich über 500 Landwirte und das war dieses Mal mehr als das doppelte zur vorhergegangenen Studie – dafür allen, die sich beteiligt haben, herzlichen Dank!

Die Befragten setzen nach wie vor aufs Internet, weniger auf Printmedien und mehr auf die Fachberatung

Schon vor drei Jahren war für 95 Prozent der Teilnehmer die Internetrecherche Teil der beruflichen Informationsbeschaffung, dicht gefolgt von Zeitungen und Zeitschriften mit 93 Prozent. Bei der aktuellen Umfrage gaben 97 Prozent der Befragten an, das Internet zu nutzen, Zeitschriften und Zeitungen werden von 86 Prozent (-7 Prozent) gelesen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Print-Katalogen. Von den damals 32 Prozent sind es 2016 nur noch 27 Prozent (-5 Prozent) der Teilnehmer, die Kataloge nutzen. Den größten Zuwachs von 10 Prozent auf 79 Prozent gab es bei der persönlichen Beratung, die damit vor Feld- und Infotagen mit 76 Prozent (+2 Prozent) liegt. Seltener setzen die Befragten auf Freunde und Bekannte (34 Prozent,-8 Prozent).

Mehr Smartphones im Einsatz

Wir wollten wissen, mit welchen bzw. welchem Gerät die Teilnehmer in das Internet gehen. Wie auch schon 2013 verwenden die meisten einen PC  (82 Prozent, +1 Prozent). Auf Platz zwei musste der Laptop mit heute 38 Prozent (-12 Prozent) dem Smartphone mit 54 Prozent (+14 Prozent) weichen. Tablets kommen ebenfalls vermehrt zum Einsatz. Zusammengefasst konnten die mobilen Geräte also 25 Prozent gut machen.

Über die Hälfte der Teilnehmer nutzt landwirtschaftliche Apps  – nur 18 Prozent ohne Smartphone

Mehr als 55 Prozent der Teilnehmer haben eine landwirtschaftliche App auf dem Smartphone. Ca. 26 Prozent nutzen keine dieser spezialisierten Applikationen auf ihrem Handy mit mobilem Internet Zugang. Rund 18 Prozent der Teilnehmer besitzen kein Smartphone. Am beliebtesten sind Apps rund ums Agrarwetter, gefolgt von Apps zu Pflanzenschutzmitteln, Ackerschlagdateien und Optimierungshilfen für Landmaschinen. 86 Prozent können sich gut vorstellen, in Zukunft Empfehlungen für die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln per App zu erhalten. 14 Prozent möchten dies nicht, da sie Werbung und nicht auf sie zugeschnittene Empfehlungen befürchten, kein Smartphone haben oder Printmedien bevorzugen.

Des Weiteren wurden die Teilnehmer gebeten, einzuschätzen wie oft sie welche Information zu den Themenfeldern: Agrarwetter, Agrarmärkte, Agrartechnik, Pflanzenschutz und Saatgut benötigen . Die Antworten waren in beiden Jahren relativ ähnlich verteilt. So wird vor allem täglich über das Agrarwetter recherchiert. Informationen über Agrarmärkte benötigen die meisten wöchentlich, einige Befragte auch täglich. Pflanzenschutzinformationen werden wöchentlich und monatlich gesucht, gefolgt von der Technik, die schon eher monatlich eine Rolle spielt. Am seltensten recherchieren die Befragten über Neuheiten im Saatgutbereich.

Fazit

Durch die Umfragen wird klar, dass die branchenspezifische Informationsbeschaffung einem Wandel unterliegt. Printmedien verlieren im Vergleich der beiden Umfragen an Bedeutung. Smartphones erhalten mehr Einzug in den Betriebsalltag und landwirtschaftliche Apps sind schon heute bei mehr als der Hälfte der Studienteilnehmer im Einsatz. Gut 86 Prozent können sich die Informationsbeschaffung zu Themenbereichen per Applikation auf dem Handy sehr gut vorstellen.

 

 

 

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