30. März 2018

Ein Feiertag mit großer Bedeutung und vielen Traditionen

Was wären wir ohne Traditionen? Sie schaffen bleibende Kindheitserinnerungen, geben einem Stabilität und vermitteln Verlässlichkeit und Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kulturkreis. Selbst wenn sie sich verändern, durch neue Werte oder Handlungsmuster, so werden doch Teile immer weitergegeben, von Generation zu Generation. Genauso funktioniert ja auch ein Generationsbetrieb in der Landwirtschaft.

Der Karfreitag ist – wie andere Feiertage im Jahr auch – eine gute Gelegenheit für die Erinnerung an Traditionen und ihre Leistung. Daher nimmt Euch Adama mit auf eine kleine Kulturreise über den Karfreitag: Was war das noch einmal, was wird gefeiert und an diesem Tag getan?

Karfreitag, warum er gefeiert wird und was er bedeutet

Das wichtigste christliche Fest ist Ostern. Und der Karfreitag – also der Freitag vor Ostern – sogar der wichtigste Feiertag der katholischen Kirche, um der Opferung Christi zu gedenken, der damit die Sünden und die Schuld aller Menschen auf sich genommen hat. Der Karfreitag fällt in die sogenannte Karwoche, die vom Palmsonntag bis Karsamstag geht. Wer mit dem Wort nichts anzufangen weiß: Kar leitet sich vom althochdeutschen „Kara“ = Klage, Kummer, Trauer ab und bezieht sich damit auf die Leiden, die Kreuzigung und letztlich den Tod Jesu Christi.

Ein Tag für „die Hände in den Schoss“ und „die Füße hochlegen“ – wenn möglich

Als bundeseinheitlicher Feiertag sind an diesem Tag Geschäfte geschlossen und die Arbeit soll ruhen. Natürlich ist das in der Landwirtschaft nicht immer möglich, wenn das Vieh versorgt werden will. Eventuell sind auch Arbeiten auf dem Feld zu verrichten, die keinen Aufschub auf den nächsten Werktag dulden. Sie dürfen als Ausnahme erledigt werden, so lange das nicht zur Gewohnheit wird. Denn der Karfreitag ist ein „stiller Feiertag“, als Tag der Trauer, an dem lärmende Arbeiten jeder Art vermieden werden sollten.

Als „stiller Feiertag“ sind auch öffentliche Veranstaltungen wie Fußballspiele & Co nicht oder nur eingeschränkt erlaubt. Darüber hinaus gilt deutschlandweit ein Tanzverbot: zu viel Ausgelassenheit angesichts des Gedenkens an die Opferung am Kreuz wäre unangemessen.

Karfreitag – kein Fleisch und kein Alkohol: also her mit Gemüse und Fisch!

Neben Traditionen wie dem Kirchgang wird am Karfreitag auch in vielen Familien traditionell Fisch gegessen – in zahlreichen Restaurants und auch am heimischen Esstisch. Denn der Fisch gilt als Symbol des Christentums und fällt nicht unter das Abstinenzgebot, das am Karfreitag für Fleisch, viele andere tierische Produkte sowie Alkohol gilt.

Bauernweisheiten für den Karfreitag

Karfreitag fällt immer in die Mitte des schönen Monats März – Arbeit auf dem Acker und dem Feld steht an, Ausbesserungsarbeiten an Zäunen, Haus, Stall und Scheune. Wir freuen uns über das erste frisch sprießende Grün – und die letzten Wintergemüse wollen geerntet werden. Es gibt viel zu tun, aber vielleicht nicht unbedingt am Karfreitag, an dem wir hoffentlich den Sonnenschein genießen, weil es doch so schön heißt: Karfreitag Sonnenschein – bringt uns reiche Ernte ein.

In diesem Sinne: schönen Feiertag und ein tolles Osterfest.

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